Lehrpersonen - Meine Rechte im Bildungsbereich

Schule zuhause, by Zita

Der Ausfall des Präsenzunterrichts hat von den Lehrpersonen viel abverlangt und gefährdet die Chancengleicheit. Und auch der neue Alltag mit dem Corona-Virus braucht Pragmatismus, Kreativität, Improvisation und viel Solidarität von allen Beteiligten. Jetzt braucht es neben dem Schutz des Lehrpersonals und der Schüler:innen auch wirkungsvolle ausgleichende Massnahmen.

Die Corona-Krise hat unsere Gesellschaft mit voller Wucht getroffen. Sie zeigt zugleich, wie wichtig der öffentliche Dienst ist, um unser tägliches Leben am Laufen zu halten. Lehrpersonen sind in dieser Situation sehr gefordert. Sie mussten und müssen sich zügig mit neuen Lehr- und Lernformen vertraut machen, ihren Schülerinnen und Schülern weiterhin eine gute Ausbildung gewährleisten und zugleich einen stabilen Aussenkontakt in einer verunsichernden Situation bieten.

Generelle Hinweise und Forderungen des VPOD zur Arbeit von Lehrpersonen

  1. Die Gesundheit der Mitarbeitenden und der Schüler:innen sowie die Eindämmung der Ansteckungen hat oberste Priorität. Die Hygienevorschriften des BAG müssen zu jeder Zeit eingehalten werden. Der Arbeitgeber hat in diesem Zusammenhang eine Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten.
  2. Die VPOD-Forderung für eine Priorisierung von Lehrpersonen bei der freiwilligen Impfung konnte in einigen Kantonen, wenn auch erst spät, durchgesetzt werden. Der VPOD unterstützt zudem das repetitive Testen an Schulen. Der zusätzliche Aufwand für das Schulpersonal soll dabei finanziell oder mit Arbeitsentlastung kompensiert werden.
  3. Für Lehrpersonen und Angestellte, die zu einer Risikogruppe gehören (Vorerkrankungen, Alter, Schwangerschaft), gilt ein besonderer Schutz. Falls die Schutzbestimmungen im Alltag nicht eingehalten werden können, müssen sie unter vollen Lohnansprüchen freigestellt werden. Bei Nichteinhaltung der Schutzbestimmungen sollen sich Mitglieder umgehend beim VPOD melden!
  4. Die Kantone sind aufgefordert, auch in Bezug auf Quarantäneregeln, Schutzvorschriften, Fernunterricht und die Notbetreuung einheitliche Vorgaben auszuarbeiten.
  5. Der Fernunterricht hat soziale Ungleichheiten in vielen Fällen verstärkt. Der VPOD fordert Unterstützungsmassnahmen für die Schüler:innen und zusätzliche Ressourcen für das Personal zur Umsetzung von Ausgleichsmassnahmen.
  6. Die Krise hat gezeigt, dass viele Schüler:innen zuhause nicht über ausreichende Infrastruktur und Arbeitsmittel verfügen. Die Schulen sind in der Pflicht notwendige Instrumente zur Verfügung zu stellen.
  7. Notengebung, Prüfungen und allfällige Versetzungsempfehlungen können bei längerem Andauern der Situation nicht gemäss den üblichen Mustern ablaufen. Die Erziehungsdirektionen sind aufgefordert, hier allgemeine Lösungen auszutauschen und zu erarbeiten, damit nicht jeder Kanton eigene Regeln aufstellt.
  8. Im Zusammenhang mit Lernplattformen und E-Learning stellen sich zahlreiche Datenschutzfragen, welche sorgfältig geklärt werden müssen. Die Kantone (Erziehungsdirektionen) sind aufgefordert, diese Fragen vertieft zu klären und den Schulen und Lehrpersonen entsprechende Leitlinien an die Hand zu geben.
  9. Der Beibehalt oder Ausbau von Fernlernkonzepten für Schüler:innen und Studierende sowie Mobiles Arbeit des Schulpersonals soll in jedem Fall aus pädagogisch-didaktischen Motiven erfolgen und nicht um Kosten zu sparen.

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