Wie anfangen? Und warum wir Gewerkschaften?

Der Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und der Umweltkrise ist offenkundig. Ohne einen ökologischen Paradigmenwechsel werden wir zunehmend mit derartigen Katastrophen konfrontiert sein, seien es Krankheiten, Umweltereignisse oder die Verstärkung sozialer Ungleichheit.

Ja korrekt, aber was hat das alles mit uns Gewerkschaften und ArbeitnehmerInnen des Service public zu tun? Und kann das nicht warten?

Die Herausforderungen in den Bereichen des Service Public muss mit dem Personal diskutiert und es müssen bereichsspezifische Lösungen entwickelt werden, welche personellen und finanziellen Ressource es für die Bewältigung der wachsenden Anforderungen braucht, wie und und in welcher Form das Personal für den Einsatz und den Umgang mit den schon jetzt spürbaren Folgen des Klimawandels geschult werden muss und welche Schutzmassnahmen für die Arbeitnehmenden wie auch ihre KlientInnen und Schutzbefohlenen getroffen werden müssen.

Gemeinsam mit dir!

Deswegen ist es wichtig, dass du diese Themen an deinen Arbeitsplatz trägst und mit deinen KollegInnen besprichst. Ihr seid vielleicht keine Wissenschaftler, aber ExpertInnen eurer Branche.

  • Welchen Wert legt unser Arbeitgeber auf Klima- oder Umweltschutz?
  • Welchen Wert legt unser Arbeitgeber auf Mitsprache und Mitgestaltung?
  • Motiviert uns unser Arbeitgeber zu ökologischem Verhalten ? Belohnt er sozialpolitisches Engagement? Und ginge das nicht besser ?
  • Was könnten wir als Team tun, um uns gegenseitig zu stützen und um Forderungen zu stellen?
  • Würde unser Chef oder unsere Chefin unsere Vorschläge überhaupt ernst nehmen? Welche Möglichkeiten haben wir, diese vorzubringen?
  • Gibt es betriebliche Weiterbildungen, die uns fit machen für die Fragen der Zukunft und der Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes?
  • Spüren wir den Klimawandel im eigenen Berufsalltag? Werden wir von unserem Arbeitgeber(-in) informiert, werden wir geschult oder vor den negativen Folgen geschützt?
  • Was ist mit meinen Kundinnen oder Klienten? Sind sie in besonderm Masse vom Klimawandel betroffen (z.B. vulnerablen Personen wie Kinder, kranke und zu pflegende Personen, Geflüchtete)?
  • Können wir die Verursacher der sozialen Krise oder des Klimawandels benennen anstatt uns über das Verhalten einzelner Privatpersonen zu streiten? (Verursacherprinzip)
  • Wovor haben wir Angst? Wie kann die ökologische Umgestaltung sozial und gerecht werden?
  • Was kann die Klimabewegung von uns lernen, und wir von ihnen?

Diese Liste ist noch längst nicht vollständig.

Wenn dich das Thema weiter interessiert?

Viele gesellschaftliche Akteure und Wissenschaftler haben sich bereits Gedanken gemacht und Klima-Aktionspläne entwickelt. Der Klima-Masterplan der Klimaallianz Schweiz, ein Zusammenschluss von 66 Nichtregierungsorganisationen, gibt eine erste Übersicht.» Klima-Masterplan Schweiz

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